John Neumeiers langes Leben für das Ballett

John Neumeier muss in seiner Jugend von der Biografie der russischen Ballettgröße Vaslav Nijinsky tief beeindruckt gewesen sein, denn die Lektüre dieses Lebensberichts hatte Folgen. Er erhielt in seiner Geburtsstadt Milwaukee im Bundesstaat Wisconsin, USA, die ersten Ballettstunden. Danach ging es in die Tanzausbildung nach Kopenhagen und London. Dass John Neumeier schließlich nach Milwaukee zurückkehrte, an der Marquette University ‚Englische Literatur’ und ‚Theaterwissenschaft’ studierte und mit dem Bachelor of Arts, B. A., abschloss, mag in sein späteres Wirken als Choreograf und Ballettdirektor eingeflossen sein.

Der Anfang einer Weltkarriere

Seine Karriere im Ballett begann 1963, als ihn Marcia Haydée und Ray Barra in London tanzen sahen. Daraus wurde ein Engagement am Stuttgarter Ballett, dessen damaliger Direktor John Cranko war. John Neumeier avancierte in Stuttgart zum Solisten und begann, die ersten Choreografien zu konzipieren. Dann folgte seine Zeit als Ballettdirektor in Frankfurt, bis er 1973 von Paul Everding nach Hamburg berufen wurde. Noch heute gibt das Hamburg Ballet John Neumeier in seiner Historie John Neumeiers ersten Arbeitstag in der Hansestadt als den 16. August 1973 an. Er begann als Ballettdirektor und Chefchoreograf. Dann wurde er 1996 auch Ballettintendant der Staatsoper Hamburg. Außerdem gründete er die Ballettschule, deren Direktor er bis heute ist. Viele seiner Tätigkeiten sind international. In diesem Sinn arbeitete er auch als Gastchoreograf.

Die exzellenten Choreografien

John Neumeiers exzellente Choreografien kamen teilweise zu Weltberühmtheit, so die ‚Kameliendame’, die ‚Matthäus-Passion’, ‚Endstation Sehnsucht’ und andere. Auch ließ ihn die Lebensgeschichte des russischen Tänzers Vaslav Nijinsky nie los. Er widmete ihm die Choreografie ‚Nijinsky’ und erinnert an ihn jährlich in der ‚Nijinsky-Gala’, welche jeweils den Abschluss der Hamburger Ballett-Tage bildet.

Obgleich John Neumeier 1939 geboren wurde, arbeitet er im hohen Alter immer noch für den Tanz. In der Spielzeit 2012/2013 war er seit vierzig Jahren am Hamburg Ballett tätig – und setzte wie selbstverständlich seine Arbeit für das Ballett fort.

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