Pina Bausch und die Intensität ihrer Tanzstücke

Als Pina Bausch in der Spielzeit 1973/1974 die Leitung des Wuppertaler Tanz Theaters übernahm, war dies der Anfang einer Weltkarriere. Als sie 2009 fast siebzigjährig starb, hatte sie einen beeindruckenden Werdegang als Tänzerin, Choreografin und Ballettdirektorin hinter sich.

Der internationale Einfluss

Wie groß ihr internationaler Einfluss war, zeigen nicht nur ihre Produktionen, Kooperationen und das heutige Tanz Theater Wuppertal, sondern auch all jene Anerkennung, die sie weltweit bekam. So wurde sie mit Awards und Preisen von New York bis Kyoto ausgezeichnet. Sie erhielt von vielen Universitäten die Ehrendoktorwürde, von der deutschen Regierung das ‚Große Verdienstkreuz’ und vom französischen Kultusministerium die Titel ‚Commandeur de l’Ordre des Arts et de Lettres’ und ‚Ritter der Ehrenlegion’.

Die Gefühle und Gesten

Was Pina Bausch dem Tanz und besonders dem Tanztheater gab, war ihre eigene Art, eine neue Kunstgattung zu entwickeln. Sie verzichtete auf den damals üblichen Aufbau einer Handlung und baute ihre Tanzstücke stattdessen durch einzelne Szenen auf, die sie durch thematische Zusammenhänge verband. Sie erforschte die innere Bewegung und ließ diese durch ihre Tänzerinnen und Tänzer als erinnerte Handlung ausdrücken. Dadurch stellte sie Gefühle und Gesten aus Alltagsszenen in den Mittelpunkt und unterstrich Körpersprache sowie Darstellung. Pina Bauschs Tanz Theater vermittelte Emotionalität, Radikalität und Intensität, mit denen es das Publikum mitzureißen wusste.

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